Archtitekturfotografie für Einsteiger?
Steht man in einer Ausstellung oder beim Fotografen, kann man schon einmal rasch eingeschüchtert sein. Der Mix aus Professionalität, Erfahrung und toller technischer Ausstattung garantiert häufig tolle Fotos.
Doch ein gutes Auge für Motive bekommt man eben nicht von heute auf morgen. Dies ist jedoch kein Grund, mit gesenktem Blick an Ihrem Lieblingsbauwerk vorbeizugehen.
Architektur hat es Ihnen angetan und Sie würden beeindruckende Baustile, Imposanz und individuelle Linien gern fotografisch einfangen?
Mit einigen Tipps gelingt das gewünschte Foto!
First of all: Das Stativ
Nichts nimmt einem Architekturfoto mehr die Stimmung als ein schiefer Horizont oder krumme Linien.
Ein Stativ kann hier Abhilfe schaffen und ermöglicht Ihnen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Der richtige Bildausschnitt
Er ist zwar nicht alles, aber doch sehr viel mehr als man anfangs vielleicht denken mag: der Bildausschnitt. Wie sie Ihr Motiv auf dem Foto platzieren und welche Rolle Sie Ihm zuteilen, entscheiden ganz allein Sie.
Seien Sie kreativ, betrachten Sie Ihr Motiv eingehend. Was löst das Bauwerk in Ihnen aus, was möchten Sie mit Ihrem Bild erreichen? Welche Wirkung soll es auf seine Betrachter haben?
Drehen Sie die Kamera, spielen Sie mit den Winkeln und seien Sie einfach kreativ.
Zauberwort „Licht“
Das Licht ist entscheidend für ein gelungenes Foto. Mittagssonne ist oft ungünstig, da sie ein durch direkte Sonneneinstrahlung ein hartes Licht und ebenso harte Schatten erzeugt.
Besser: Morgen-, und Abendlicht, Dämmerlicht oder bei Bewölkung fotografieren.
Die Schärfe ist entscheidend
Architektur lebt von individuellen Schnitten, Farben, Strukturen und Spiegelungen. Keiner dieser Aspekte kann nach Ihren Vorstellungen wiedergegeben werden, wenn die Schärfe des Bildes nicht entsprechend mitspielt. Daher heißt die Aufgabe hier: Abblenden! Jedoch gilt hier zu beachten, dass es auch damit nicht übertrieben werden sollte. Die kleinste Blende garantiert nicht das schärfste Bild. Experimentieren sie herum und bewegen Sie sich, was die Blendeneinstellung betrifft, im unteren Drittel.
Move it!
Wie in den meisten Bereichen der Fotografie lebt ein Foto häufig von Bewegung. Menschen bringen Lebendigkeit in ein Foto. Sie lösen unbewusst sofort Identifikationsmöglichkeiten beim Betrachter aus.
Belichten Sie beispielsweise und fangen Sie so einen Fußgänger ein, der durch die Belichtung verwischt dargestellt wird.
Aber auch die Lichter von Autos können, ähnlich wie beim Lightpainting, dem Architekturfoto den letzten Schliff verpassen.
Fazit
Auch hier gilt selbstverständlich: Übung macht den Meister. Es gibt nun mal keine Anleitung, von heute auf morgen ein perfekter Fotograf zu werden. Erfahrung muss sich ansammeln und einen Fotografen formen.
Dennoch wird Sie der ein oder andere Tipp möglicherweise weiterbringen oder unter die Arme greifen können.

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